Sonntag, 17. Januar 2010

Warum die meisten „guten“ Neujahrsvorsätze letztlich nicht umgesetzt werden
 

Kennen Sie das: Zum Jahreswechsel häufen sich die guten Vorsätze, was wir im neuen Jahr alles anders, vor allem besser, machen wollen: Abnehmen, mit dem Rauchen aufhören, regelmäßig Sport treiben, mehr Zeit für die Familie haben… Allzu oft bleibt es beim guten Vorsatz. Warum ist das so?

Mit dieser Frage hat sich die internationale psychologische Forschung seit Jahrzehnten beschäftigt und in zahlreichen empirischen Studien die Antworten ans Licht gebracht. Wichtigstes Ergebnis ist, dass es mehrere Gründe sind, die sich wechselseitig verstärken, weshalb gute Vorsätze eben nur gute Vorsätze bleiben.


„Kopf“ und „Bauch“ müssen sich ergänzen

Sobald ein Vorsatz gefasst und damit ein Ziel definiert wurde, ist es eine Frage der Motivation, ob man die Umsetzung auch anpackt. Doch: Wie entsteht Motivation eigentlich, gerade wenn es unangenehm ist, die einzelnen Schritte umzusetzen?
Motivation wird, den Forschungen zufolge, aus zwei Quellen gespeist: Diese bezeichnet man vereinfacht mit „Kopf“, also bewusste Ziele, und „Bauch“, also unbewusste Motive, die weitgehend angeboren und schwer veränderlich sind.

Die zentrale Erkenntnis ist, dass bewusste Ziele, wie Neujahrsvorsätze, nur dann – und wirklich nur dann realisiert werden, wenn „Kopf“ und „Bauch“ übereinstimmen. Nur dann überlappen sich beide Motivationssysteme und verstärken sich gegenseitig. Nur dies setzt bei Schwierigkeiten auf dem Weg genügend Motivation frei, um beharrlich am Ball zu bleiben: Und zwar bis das Ziel erreicht ist.


„Kopfziele“ in der Führung

Dieses Prinzip gilt auch in der Führung. Hier ist Motivation ein zentrales Thema. Gerade im Kontext von Leistungsforderung werden Zielvereinbarungen meist nur auf der „Kopfebene“ getroffen. Das führt – wie bei guten Neujahrsvorsätzen – oft zum selben Ergebnis: Ziele werden nicht erfüllt. Wie kann man es besser machen und so die Erfolgswahrscheinlichkeit, das Ziel bzw. den Vorsatz zu erreichen, erhöhen?

Die wichtigsten Hebel für die beiden Motivationssysteme „Kopf“ und „Bauch“:

  1. „Kopf“: Die bewusst gefassten Ziele so auswählen und formulieren, dass sie klar, motivierend, messbar und gerade noch realistisch sind. Das ist wichtig und relativ leicht zu bewerkstelligen.
  2. „Bauch“: Die unbewussten Motive, die Menschen in sich tragen, in die Zielsetzung einfließen lassen. Hier beginnt es, besonders herausfordernd zu werden. Wie kann ich es schaffen, meine (mir) unbewussten Motive bewusst zu machen und dann in Zielsetzungen einzubeziehen?

Die gute Nachricht: Es geht.

Es erfordert etwas Selbstreflexion, Selbstkompetenz und eine geschulte Sicht von außen, die Ihnen Feedback gibt. Dies kann von einem fundierten Motivtest sehr informativ ergänzt werden. Dadurch erlangen Sie Klarheit über Ihre eigenen (manchmal unbewussten) Motive und können Ihre Ziele so wählen, dass „Bauch“ und „Kopf“ zusammenpassen.

Doch vor allem: Sie führen besser, wenn Sie diese Kompetenz auf Ihre Mitarbeiterführung übertragen.

Wie wäre es, mehr darüber zu erfahren? Kommen Sie am 17. März in unser Führungsimpulse-Seminar „Motivierend Führen“. Hier finden Sie weitere Informationen dazu.